IMPRESSION

AUS DER KUNST,
EINES MOTIVS
UND SEINEN HINTERGRUND

CONTEMPORARY
16–28mm F2.8 DG DN

von Frédéric Mery

« Spass ist wichtig. Man sollte den Prozess und das Motiv mögen. Wenn man gelangweilt oder unzufrieden mit dem Motiv ist, sieht man das auf den Bildern. »
―Alec Soth

Ich arbeite seit 13 Jahren als Dokumentar- und News-Fotograf und habe in letzter Zeit gleichzeitig auch vermehrt kommerzielle Videoaufträge übernommen.

Als Dokumentarfotograf faszinieren mich Menschen, ihre Lebensweise, ihr Lebensumfeld und das, was sie Tag für Tag bewegt. Ich kann eine ganze Woche damit verbringen, die Menschen kennenzulernen, die ich fotografieren möchte, und an manchen Tagen kein einziges Bild machen. Ich glaube, ich liebe Menschen einfach generell, ganz gleich, wer sie sind oder was sie tun.

Das ist der Grund, warum ich mich vor über einem Jahrzehnt für diesen Beruf entschieden habe.

Die News-Fotografie hingegen ist eine völlig andere Welt. In diesem Fall muss man versuchen, grundlegende Fragen zu beantworten, wie sie in der 5Ws+H-Formel definiert sind, die angeblich von vielen einem englischen Rhetoriker namens Thomas Wilson zugeschrieben wird: „Wer, Was, Wann, Wo, Warum und Wie“. Es ist immer eine gute Übung für mich, ob ich nun arbeite oder nicht, zu versuchen, diese Fragen zumindest teilweise zu beantworten.

Als ich anfing, professionell zu fotografieren, habe ich hauptsächlich Objektive mit 24mm, 28mm und 35mm verwendet. Daher fühlte es sich für mich mit dem neuen 16–28mm F2.8 DG DN | Contemporary irgendwie ganz natürlich an, zu diesen Brennweiten zurückzukehren. Zurück zu meinen Wurzeln.

Um ehrlich zu sein, freute ich mich auch darauf, mit einem grösseren Bildwinkel zwischen 16 und 24mm zu fotografieren.
Ich möchte die Betrachter wirklich in die Szene eintauchen lassen, die ich einzufangen versuche, damit sie sich von den Menschen, die ich fotografiert habe, umgeben fühlen. Wenn ich Workshops für Fotografen leite, ermutige ich die Teilnehmer normalerweise dazu, ihr Publikum virtuell auf einen Spaziergang mitzunehmen. Die Menschen sollen das Gefühl haben, selbst an dieser Kreuzung zu stehen, direkt neben dieser Person. Ich wusste, dass dieses Objektiv mir die Möglichkeit geben würde, dies wie kein anderes zu tun.

Da ich seit 2019 in Japan lebe, ist der April normalerweise der Monat, in dem viele von uns Nachrichtenfotografen hinausgehen, um blühende Kirschblüten zu fotografieren, die hier als „Sakura“ bekannt sind. Diese Bilder werden später hier und da als Kurzberichte veröffentlicht oder weltweit zu Illustrationszwecken verwendet. Für viele Menschen in der westlichen Welt mag Sakura manchmal als kleines Klischee angesehen werden, aber für die Japaner, ob jung oder alt, ist es wahrscheinlich einer der Höhepunkte des Jahres.

Sie steht für so viel mehr als nur blühende Blumen. Sie ist ein Symbol sowohl für Schönheit als auch für Vergänglichkeit, da diese Blumen genauso schnell verblühen, wie sie blühen, und ist daher tief mit dem Konzept von „Wabi-Sabi“, der japanischen Kunst der Vergänglichkeit, verbunden.
Mit anderen Worten: die Schönheit in Dingen zu schätzen, die dazu bestimmt sind, zu vergehen.

In dieser Geschichte war das neue SIGMA 16-28mm F.2.8 DG DN | Contemporary der perfekte Begleiter.

Für einen Fotografen kann ein Zoom-Objektiv all seine Lieblingsobjektive in einem vereinen. Dieser kompakte kleine Werkzeugkasten erwies sich für Landschaftsaufnahmen ebenso hervorragend wie für Nahaufnahmen und Porträts.

In Kombination mit meiner spiegellosen Vollformat-Kamera von Sony half es mir, bei jeder verfügbaren Brennweite atemberaubende Bilder zu erstellen. Ich war, gelinde gesagt, ziemlich beeindruckt von der Schärfe und dem Kontrast dieses Objektivs, selbst bei voller Blendenöffnung von F2.8, was es zu einer praktischen Wahl sowohl für Amateure als auch für Profis macht.

Ich sage oft, dass ein Fotograf so oft wie möglich fotografieren sollte. An einem freien Tag mit der Kamera um den Hals hinauszugehen, ist immer eine gute Idee.
Seit meinem Umzug nach Japan habe ich die Freude am täglichen Fotografieren ausserhalb meiner regulären Aufträge wiederentdeckt. Neuere Kameraeinstellungen auszuprobieren, Bilder etwas anders zu komponieren und Orte zu erkunden, an denen man noch nie war, sind allesamt gute Ansätze, wenn man seine Fotografie auf die nächste Stufe heben möchte.

Für solche Tage hat dieses neue SIGMA 16-28mm F.2.8 DG DN | Contemporary viel zu bieten. Ich schätze besonders, wie kompakt es ist, da das Zoom-Objektiv intern arbeitet und somit die Grösse des Objektivs unverändert bleibt. Dadurch fühlt es sich fast wie ein Objektiv mit Festbrennweite an, was es einfach macht, es überallhin mitzunehmen. Ich habe ein paar Tage lang in Osaka und den umliegenden Vororten fotografiert und hätte fast vergessen, dass ich meine Kamera mit diesem Objektiv in der Tasche hatte, als ich loslegte!

Die beeindruckende optische Leistung hat mich nie im Stich gelassen, besonders bei schlechten Lichtverhältnissen, wo die konstante Blende von F2.8 enorm geholfen hat. Kurz gesagt lieferte es Bilder, mit denen viele teurere Festbrennweiten-Objektive, geschweige denn aktuelle Smartphones, unmöglich mithalten konnten, was es zum perfekten täglichen Begleiter für einen Geschichtenerzähler wie mich macht.

* Die Bilder ohne Bilddaten wurden

mit anderen Objektiven als dem

SIGMA 16–28mm F2.8 DG DN | Contemporary aufgenommen.

HINTER DEN KULISSEN

WEITERE FOTOS

ÜBER

FRÉDÉRIC MERY
Fotojournalist und Dokumentarfotograf/-videograf.


Geboren 1979 in Paris, lebt und arbeitet er derzeit in Kyoto, Japan.

Nach seinem Jurastudium an der Sorbonne in Paris widmete sich Frédéric seiner damaligen Hauptleidenschaft: der Fotografie.

Seine Arbeit konzentriert sich vor allem auf das, was ihm am Herzen liegt, nämlich ökologische und soziale Themen.
Frédéric misst den Menschen, die er fotografiert, grosse Bedeutung bei. Er betrachtet die Fotografie als einen langsamen Prozess, wobei Intimität der Schlüssel zu einem grossartigen Bild ist. Seine Arbeit verbindet Porträts und Landschaften und umfasst sowohl Langzeitprojekte als auch kurze Aufträge.

Sein tiefes Interesse an der Dokumentarfotografie führt ihn von den USA bis nach Kasachstan, wobei er in den meisten ehemaligen Sowjetrepubliken Halt macht. Aus diesen letzten Reisen schuf er über einen Zeitraum von drei Jahren ein Werk mit dem Titel „In Between Easts“, das Bilder zeigt, die zwischen Moldawien und der Ukraine aufgenommen wurden. Dieser Teil seiner Arbeit wurde 2021 auf dem Fotofestival Kyotographie/KG+ Select in Kyoto, Japan, ausgestellt.